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29.10.2016, 10:07 Uhr | Alexander Krieger
Junge Union: Miese Noten für Stoch
Vergleichsstudie: Der CDU-Nachwuchs sieht die schlechten Ergebnisse als Folge einer falschen grün-roten Schulpolitik

Die Junge Union im Landkreis Heidenheim zeigt sich angesichts der unzufriedenstellenden Ergebnisse der Vergleichsstudien in den 9. Klassen Baden-Württembergs sehr verwundert über die Klage von Andreas Stoch, wonach der „offensichtliche Erfolg“ (HZ v. 15.10.) seiner Arbeit als Kultusminister zu wenig
Beachtung gefunden habe.
„Wie anders soll sich Erfolg in der Bildungspolitik zeigen als am Bildungserfolg der Schüler?“, fragt der JU-Kreisvorsitzende Alan Günes. Hier sei Baden-Württemberg aber unter Grün-Rot ins Hintertreffen geraten.

„Dass das beileibe nicht nur eine Vermutung ist, zeigt die neue Vergleichsstudie sehr deutlich“, so Günes weiter. Wie Recherchen der Südwestpresse ergeben haben, haben die baden-württembergischen Neuntklässler bei dieser Vergleichsstudie schlechter abgeschnitten als der Bundesdurchschnitt, und das in allen Fächern.
„Angesichts der Tatsache, dass Baden-Württemberg bei der vorangegangenen Studie im Jahr 2010 noch zu den Spitzenreitern gehörte, kann man nur zu dem Ergebnis gelangen, dass die Schulpolitik der letzten Jahre eine Aneinanderreihung von Fehlern und Versäumnissen war“, sagt der
stellvertretende Kreisvorsitzende Benjamin Bahmann. Hierfür trügen Andreas Stoch und seine Vorgängerin die politische Verantwortung. Dies gelte umso mehr, wenn man bedenke, dass die neuen Gemeinschaftsschulen noch gar nicht in die Studie einbezogen gewesen seien.
„Das lässt Schlimmes befürchten“, so Bahmann. Nun müssten dringend Maßnahmen ergriffen werden, um gegenzusteuern. Zu begrüßen sei daher, dass die neue Kultusministerin Eisenmann in den Haushaltsverhandlungen um Lehrerstellen gekämpft habe. „Auch sollte der Verwaltungsaufwand an den Schulen gesenkt werden,
damit die Lehrer sich voll auf ihre Hauptaufgabe, den Unterricht, konzentrieren könnten“, äußert sich Bahmann abschließend.