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12.01.2017, 22:05 Uhr
Stopp der Statischen Festschreibung des zu versteuernden Anteils der Bezüge der gesetzlichen Rente auf dem Niveau des Jahres 2016
Antrag zum Rentensystem

Das Alterseinkünftegesetz führt bei Erstbeziehern der gesetzlichen Rente mit mittleren Rentenbezügen bereits im Jahre 2016 zu einer signifikanten finanziellen Einschränkung. Eine anhaltende Dynamik der Rentenbesteuerung, verstärkt durch den Effekt des allgemein sinkenden Rentenniveaus, resultiert mittel- und langfristig in einer zu hohen steuerlichen Belastung der Mittelschicht. Für diese stellt die gesetzliche Rente jedoch häufig den wichtigsten Versorgungsbaustein im Alter dar.

 

 

BEGRÜNDUNG: Seit dem Jahr 2005 steigt der Prozentsatz des steuerpflichtigen Anteils der Rentenbezüge für Neurentner um jeweils zwei Prozentpunkte pro Jahr. Geregelt wird dies durch das Alterseinküftegesetz. Bei Rentenbeginn im Jahr 2005 lag der steuerpflichtige Anteil der gesetzlichen Rente noch bei 50%, während 50% der Rentenbezüge zum damaligen Zeitpunkt steuerfrei waren. Bei Rentenbeginn im Jahr 2016 liegt der steuerpflichtige Teil aufgrund der Dynamik dieser Regelung somit bereits bei 72 Prozent der Jahresbruttorente, abzüglich der Freibeträge. Ab 2021 erhöht sich der steuerpflichtige Teil der Rente für Neurentner jeweils noch um einen Prozentpunkt. Alle Renten, die im Jahr 2040 erstmals ausbezahlt werden, sind demnach zu 100 Prozent zu versteuern.