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29.11.2013, 20:17 Uhr
GTR sollte beibehalten werden
Der Kreisverband der Jungen Union kritisiert den Erlass des Kultusministeriums in Stuttgart, wonach künftig der graphikfähige Taschenrechner (GTR) aus Prüfungen und damit wohl auch größtenteils oder sogar ganz aus dem Unterricht verbannt werden soll.
„Wir halten das für eine rückwärtsgewandte Entscheidung“, erklärt hierzu der Kreisvorsitzende Michael Lehmann. „Anstatt die Schüler auf dem neuesten Stand der Technik zu halten, kehrt man zu einem Mathematikunterricht wie im vergangenen Jahrhundert zurück. Damit ist der Vorbereitung auf Studium und Beruf, in denen der  Umgang mit technischen Hilfsmitteln gang und gäbe ist, nicht gedient.“ Außerdem sei unrichtig, dass der GTR den Fähigkeiten der Schüler im Kopfrechnen schade. Zum einen diene er vor allem der Veranschaulichung von mathematisch abstrakten Inhalten und nicht dem Rechnen an sich. „Andererseits muss auch bisher schon jeder Abiturient einen Pflichtteil ganz ohne Hilfsmittel lösen“, so Jochen Simon, der bei der JU für die Schulpolitik zuständig ist. Absurd sei auch das Argument der Landesregierung, wonach der GTR für Betrugsversuche genutzt werden könne, da sich Lösungswege in ihn einspeichern ließen. „Wie jeder  Schüler weiß“, so Simon, „müssen die Abiturienten ihren  GTR eine Woche vor der Prüfung abgeben, damit alles Eingespeicherte gelöscht werden kann.“ Dies könne man notfalls ohne nennenswerten Mehraufwand auch vor jeder Klassenarbeit so handhaben.

 

Die JU fordert Kultusminister Andreas Stoch daher auf, den GTR beizubehalten. „Nachdem Minister Stoch ja gefordert hat, Lehrer sollten sich in den Ferien in Betrieben fortbilden, können wir ihm selbst nur zu einem Praktikum an einer Schule raten, um mit dem Alltag dort vertraut zu werden. Das würde sicherlich manche Diskussion überflüssig machen“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende Ferdinand Honold abschließend.