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15.12.2013, 21:04 Uhr
JU spricht sich gegen Fortbestand des Kreisjugendrings aus
Nachdem die JU den Kreisjugendring schon länger kritisch beobachtet, fordert sie nun seine Auflösung. An der Sinnhaftigkeit des KJR bestehen seitens der Jungen Union, die ihm als Mitgliedsverband angehört,  erhebliche Zweifel.

 

„Der Kreisjugendring ist seit etlichen Jahren inaktiv und in unseren Augen wird sich daran auch nichts mehr ändern“, so der stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Ferdinand Honold. Zum einen seien die Jugendlichen heutzutage schon mit dem Engagement in ihren Vereinen und Organisationen so ausgelastet, dass sie keine Zeit und Lust mehr hätten, sich in einer übergeordneten Organisation einzubringen. Andererseits bestehen beispielsweise mit den im Kreis vorhandenen politischen Jugendorganisationen andere Möglichkeiten, sich in die politischen Willensbildungsprozesse im Kreis und auf kommunaler Ebene einzumischen. Der Kreisjugendring sei dafür nicht vonnöten.
Erheblicher Unmut macht sich seitens der Jungen Union auch über die Arbeit des Kreisjugendrings in jüngster Zeit breit. In den anderthalb Jahren seit der Erstellung des neuen Konzepts für den KJR habe es keine Vorstellung desselben gegeben. Nicht nur die JU, sondern auch andere Mitgliedsverbände seien über diese mangelnde Einbindung sehr verärgert. Heuer sei nicht einmal die satzungsmäßig vorgeschriebene Hauptversammlung einberufen worden.

„Wir sollten daher den Realitäten ins Auge blicken und eine Auflösung des Kreisjugendrings anstreben“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union, Michael Schmidt. Eine neuerliche Ausstattung des Kreisjugendrings mit Finanzmitteln, wie sie im Teilplan Jugendarbeit des Landkreises  zwar nicht festgeschrieben sei, aber angeregt werde, sei der falsche Weg. „Mehr Beteiligung der Jugendlichen lässt sich wesentlich effektiver und kostengünstiger erreichen“, so Schmidt. Hierzu schlägt die JU die Schaffung eines „Jugendforums“ vor. Im Rahmen eines solchen Jugendforums könnten, so die Vorstellung der JU, halbjährlich die Vertreter der mit Jugendarbeit befassten Organisationen, der Verwaltungen von Landkreis und Kommunen sowie weitere Interessierte zusammenkommen, um über aktuelle Fragen zu beraten. „Mit den dabei entstehenden Wünschen und Anregungen könne sich im Anschluss wie gehabt der Jugendhilfeausschuss des Kreistags auseinandersetzen.  „Mit solch einem neuen Sprachrohr würde man auch der Entwicklung Rechnung tragen, dass sich Jugendliche heute vielfach eher kurzfristig und themen- beziehungsweise projektbezogen engagieren möchten. Gerne sind wir bereit, beim Aufbau eines solchen Forums aktiv mitzuwirken.“, erklärt der JU-Kreisvorsitzende  Michael Lehmann.

Die von Landrat Thomas Reinhardt vorgeschlagene und im Teilplan Jugendarbeit vorgesehene Schaffung einer Stelle für einen Kreisjugendreferenten begrüßt die JU ausdrücklich.