Presse
29.10.2016, 10:14 Uhr | Heidenheimer Zeitung v. 28.10.16/Alexander Krieger
Junge Union: Miese Noten für Stoch
Vergleichsstudie: Der CDU-Nachwuchs sieht die schlechten Ergebnisse als Folge einer falschen grün-roten Schulpolitik
Die Junge Union im Landkreis Heidenheim zeigt sich angesichts der unzufriedenstellenden Ergebnisse der jüngsten Vergleichsstudien in der 9. Klassen Baden-Württemberg sehr verwundert über die Klage von Andreas Stoch, wonach der "offensichtliche Erfolg" seiner Kultusminister zu wenig Beachtung gefunden habe. Stoch hatte dies im HZ-Interview (Ausgabe vom 15. Oktober) angeführt.
"Wie anders soll sich Erfolg in der Bildungspolitik zeigen als am Bildungserfolg der Schüler?", fragt der JU-Kreisvorsitzende Alan Günes. Hier sei Baden-Württemberg aber Grün-Rot ins Hintertreffen geraten. "Das zeigt die neue Vergleichsstudie sehr deutlich", so Günes weiter. Neuntklässler aus dem Land haben bei der Studie offenbar schlechter abgeschnitten als der Bundesdurchschnitt.
"Angesichts der Tatsache, dass Baden-Württemberg 2010 noch zu den Spitzenreitern gehörte, kann man nur zu dem Ergebnis gelangen, dass die Schulpolitik der letzten Jahre eine Aneinanderreihung von Fehlern und Versäumnissen war", sagt der stellvertretende Kreisvorsitzende Benjamin Bahmann. Hierfür trügen Andreas Stoch und seine Vorgängerin die Verantwortung. Dies gelte umso mehr, wenn man bedenke, dass die neuen Gemeinschaftsschulen noch gar nicht in die Studien einbezogen wurden.
"Das lässt Schlimmes befürchten", so Bahmann. Nun müssten dringend Maßnahmen ergriffen werden, um gegenzusteuern. Zu begrüßen sei daher, dass die neue Kultusministerin Eisenmann in den Haushaltsverhandlungen um Lehrerstellen gekämpft habe. "Auch sollte der Verwaltungsaufwand an den Schulen gesenkt werden, damit die Lehrer sich voll auf ihre Hauptaufgabe, den Unterricht, konzentrieren können", so Bahmann.
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